Ein besonderer Lauf hat den finalen Ausschlag gegeben diesen Blog zu eröffnen: An diesem Wochenende war ich mit Freunden beim Skifahren im Stubaital (Österreich). Schon unter der Woche hatte sich der Wintereinbruch in Form von Schnee, Kälte und WInd angekündigt und so war die Vorfreude entsprechend groß. Leider haben sich vereinzelte, dunkle Befürchtungen bestätigt, so dass am Samstag die Stubaier Gletscherbahnen auf Grund des zu starken Windes geschlossen wurden. Da wir aber schon von Hamburg, Berlin und München angereist waren, hofften wir auf Wetterbesserung am Sonntag und begaben uns in das Neustifter Hallenbar.
Ich hatte natürlich auch meine Laufsachen dabei und entschloss mich für einen Lauf in der herrlichen Winterlandschaft. Warm angezogen stellte ich meinen Nike+iPod auf meine aktuelle Standardstrecke von 12 km ein und startet von Neustift aus taleinwärts. Ich hatte mir vorgenommen eventuell ein paar Kilometer mehr zu laufen, dass daraus aber fast 24 km wurden, hatte ich nicht beabsichtigt. Doch das Lauferlebnis war so außergewöhnlich, dass ich einfach nicht aufhören wollte: Die Kälte spürte ich kaum, der Untergrund war zwar verschneit, aber dennoch gut begehbar und selbst die leichte Steigung machte mir nichts aus. Die Landschaft, die frische Luft und die Bewegung waren einfach berauschend. Mein Tempo passte ich mit 6 Minuten pro Kilometer (ca. 30 Sekunden langsamer als mein aktuelles Dauerlauftempo) den Bedingungen an. Nach den eingestellten 12 Kilometern drehte ich um und lief bergab deutlich schneller bei ungefähr gleicher Herzfrequenz. Der Rückweg war leider nicht mehr ganz so berauschend, da der Wind mir nun den Schneefall ins Gesicht wehte und es zudem langsam anfing zu dämmern. Dennoch beendete ich den Lauf überglücklich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:39 min/km und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 154 (~75%).